Herr Hasenkamp: „Keine Böden aus Tschernobyl“?

Am 29.4.21 hat der Ausschuss für Stadtentwicklung, Umweltschutz und Klima (ASUK) folgende Vorlage zu einem „Lärmschutzwall“ an der A43 in Heven mit Mehrheit (gegen zwei Stimmen der Grünen – bei 3 Ausschussmitgliedern 2 Gegenstimmen, 1 Enthaltung – , der Piraten und der Linken – je 1 Stimme)* verabschiedet: Vorlage 0123 Vorlage.

In dem auf diese Verabschiedung bezogenen WAZ-Online-Artikel vom 30.4.21 „Lärmschutzanlage soll Witten Heven leiser machen“ wird Herr Hasenkamp (Fraktion Stadtklima) mit folgender Äußerung zitiert: „ Nicht zuletzt sei es ‚ökologisch sinnvoll‘, Bodenaushub, der bei Arbeiten in Witten entstanden sei, auch in Witten zu deponieren. ‚Das sind keine Böden aus Tschernobyl, die stammen von Bauunternehmern aus Witten.‘

„Ökologisch sinnvoll“? Sind denn „Bauunternehmen aus Witten“ über allen Zweifel erhaben, was belasteten und damit potentiell umweltschädlichen Bodenaushub betrifft, und soll es für Herrn Hasenkamp möglich sein, dort allen Bauschuttmist abzukippen, wenn keine Geigerzähler ansprechen? Was ist das für eine verquere Auffassung von Ökologie!

Zu meiner Kritik an einer früheren Version der Planung siehe meine Beiträge „Es wird immer doller – Bauschuttdeponie an der A43 in Heven als Lärmschutzwall getarnt 1“/14.12.21 und „Es wird immer doller – Bauschuttdeponie an der A43 in Heven als Lärmschutzwall getarnt 2“/14.12.21. Die jetzige abgespeckte Planung der Maßnahme ändert an meiner grundsätzlichen Kritik nichts.

*Hier die Mitglieder ASUK: Mitglieder des Ausschusses für Stadtentwicklung, Umweltschutz und Klima