Mein Redebeitrag/Thema Baumschutzsatzung/Rat 30.3.17

Hier mein Redebeitrag zum Thema Baumschutzsatzung auf der Ratssitzung am 30.3.17, auf der die GroKo die „Lockerung“ der bisher geltenden Satzung  durchgezogen hat. Die gefärbten Stellen des ursprünglichen Entwurfs habe ich weggelassen, um die in der Ratsgeschäftsordnung rigide festgeschriebenen Redezeitbegrenzung von 3 Minuten einzuhalten.

→ Redebeitrag: Redebeitrag Langfassung

Mir ging es in meinem Redebeitrag darum:

1. den Widerspruch zwischen der von der GroKo durchgesetzten „Lockerung“ der bisher geltenden Satzung und dem immer dringender notwendigen auch örtlichen Klimaschutz aufzuweisen. Ich unterstelle der GroKo keine Leugnung der Wichtigkeit des Klimaschutzes, sondern selbstwidersprüchliches Handeln, was die Sache nicht besser macht.

Selbstverständlich haben Bäume – jeder Baum – auch noch andere positive Funktionen über den Klimaschutz hinaus (darauf hat richtigerweise die NaWit hingewiesen), aber angesichts des Klimawandels und der damit verbundenen Klimaverschlechterung kann nur immer wieder betont werden:

Zitat aus Redebeitrag: „Grundsätzlich: Jeder Baum trägt zum Klimaschutz bei, also zur Minderung und Vermeidung der schädlichen Auswirkungen der durch Menschen verursachten Klimaverschlechterung. Im Rahmen des Klimaschutzes ist also jeder Baum lebendiger Partner des Menschen zur Vermeidung und Dämpfung der Klimaverschlechterung. Folglich verschlechtert jede ersatzlose Beseitigung von Bäumen, die ohne dringende Not erfolgt, wegen der damit gegebenen vermeidbaren absoluten Verminderung des Baumbestands den Klimaschutz.“.

Und genau diese absolute Verminderung des Baumbestands befördert ohne Not aller Wahrscheinlichkeit nach die jetzt beschlossene „Lockerung“.

2. deutlich zu machen, dass nach 41 Jahren bewährter Wittener Baumschutzsatzung die Wittener SPD durch ihre Unterstützung der Lockerung von einem einem frühzeitig beschlossenen Fortschritt in der lokalen Umweltpolitik (Baumschutzsatzung 1976 mit absoluter Mehrheit der SPD – die Wittener SPD verfügte bis 1999 über eine unangefochtenen absolute Mehrheit im Rat – beschlossen) absurderweise einen Rückschritt vollzieht und damit den übrigen Klimaschutzbemühungen in dieser Stadt in den Rücken fällt. Da nutzt auch nichts der Hinweis auf andere Städte, denn mensch muss ja nicht unbedingt das Schlechtere kopieren.